"Warum erschießen Jäger süße Rehe?" Mit dieser Eingangsfrage der zehnjährigen Sarah von den Essener Jungpfadfindern war der Hegering Essen mittendrin in der Darstellung seiner Arbeit. Die Mitglieder des Hegerings erklärten den über 20 Pfadfinderinnen und Pfadfindern aus Essen und Cloppenburg das Hegen und Pflegen der Tiere und des Waldes. Dabei lernten sie, dass das Schießen der Tiere vor allem der Gesunderhaltung des Waldes dient. Gibt es in einem Wald zu viele Tiere, dann würden zu viele Jungpflanzen abgefressen, die wichtig sind, damit der Wald wachsen kann und neue Bäume entstehen.
In einem interessanten Stationslauf durch den Felder Forst erklärte der Hegering, wovon Rehe, Füchse und andere Tiere fressen und wie sie im Wald leben. Die Pfadfinder sammelten Früchte des Waldes wie Eicheln und Bucheckern, ordneten Rinden den richtigen Bäumen zu. Die Jäger und Förster standen den interessierten Pfadis Rede und Antwort und vermittelten ihnen zugleich, wie wir verantwortungsvoll mit den Tieren, dem Wald und deren Schutz umgehen. Ihnen wurde erklärt, wie eine richtige Jagd funktioniert.
Im Wald fanden die Kinder und Jugendlichen einen riesigen Fuchsbau. Der Fuchs vor dem Bau war allerdings ausgestopft, dafür waren die Frettchen lebendig und wurden begeistert gestreichelt. Frettchen helfen bei der Jagd. Anschließend gab es einen leckeren Imbiss in der Jagdhütte.
Das war super da waren sich alle Pfadfinder einig. Der Hegering hatte es wunderbar verstanden, die Kinder und Jugendlichen kompetent und abwechslungsreich durch das Thema Herbst zu führen.
Zu diesem Wochenende rund um den Herbst kamen die Christlichen Pfadfinderinnen und Pfadfinder aus den beiden Kirchengemeinden Cloppenburg und Essen erstmalig im Gemeindehaus in Essen zusammen. Ein gemeinsamer Gottesdienst in der Christuskirche rundete ein gelungenes Wochenende ab.
Ein Beitrag von Pfarrerin Eva Hachmeister-Uecker.