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Bremerhaven (epd). Nach fast fünf Jahren Planung und Umbauten eröffnet das Bremerhavener Klimahaus am Donnerstag (20. März) seine neue Dauerausstellung «Wetterextreme». «Extremwetterereignisse treten heute gehäuft auf und nicht mehr wie früher als Einzelphänomen und Jahrhundertereignis», sagte Susanne Nawrath, Leiterin der Abteilung Wissenschaft und Bildung im Klimahaus am Montag. Die neue Ausstellung zeige, was dahinterstecke und welchen Anteil der Mensch daran habe.

Laut der Museumsleitung können Besucherinnen und Besucher ein spektakuläres, multimediales Abenteuer rund um Hitze, Stürme und Fluten auf knapp 1.500 Quadratmetern und drei Ebenen erleben. Es seien Phänomene, die längst auch schon in Deutschland in Erscheinung treten.

Ein Höhepunkt der Ausstellung sei der «Uplift». Mit diesem Begriff werden in der Meteorologie aufsteigende Luftmassen beschrieben. In der Schau hebe sich eine Plattform mit bis zu 40 Personen acht Meter in die Höhe - mitten hinein in extreme Wetterereignisse wie Hitze und Feuer, Starkregen und Flut, Wind und Orkane. Raumfüllender Sound und eine 360-Grad-Inszenierung machten aus der Fahrt ein intensives Erlebnis, das alle Sinne berühre.

In der dritten Etage berichteten zwölf «Augenzeugen» in Videos von ihren realen Erfahrungen mit Extremwetter. Beispielsweise spreche ein Polizeitaucher aus dem Ahrtal über die Flutkatastrophe von 2021. Ein spanischer Unternehmer erläutere, wie die Klimakrise die Landwirtschaft verändert, und eine junge Frau aus Bangladesch berichte, wie sie einen Zyklon überlebt hat.

Seit seiner Eröffnung vor gut 16 Jahren haben den Angaben zufolge mehr als sieben Millionen Besucherinnen und Besucher im Klimahaus den Weg durch die Klimazonen entlang des achten Längengrades durchschritten. Für die neue Ausstellung habe das Haus insgesamt 14,6 Millionen Euro investiert. Im laufenden Betrieb des Klimahauses seien drei Treppenhäuser abgebrochen und drei Etagen durchbrochen worden. Für die Effekte seien rund 50 Kilometer Kabel verlegt worden.