Zum Hauptinhalt springen

Hannover (epd). Die Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland fordert in der andauernden Coronakrise Impfangebote für junge Menschen. Die Bundesregierung müsse jetzt auch Kinder und Jugendliche in die Priorisierungsgruppen mit aufnehmen, wie die Dachorganisation der Jugendverbände am Samstag mitteilte. Zudem müssten die Zulassungsverfahren für entsprechende Impfstoffe vorrangig behandelt werden. Die jungen Menschen hätten sich in der Corona-Krise seit vielen Monaten vorbildlich und solidarisch verhalten. Die medizinisch notwendigen Einschränkungen hätten ihre Freiräume massiv beschnitten und sie aus ihrem gewohnten Lebensalltag geworfen. «Das muss sich ändern», sagte Pressesprecher Martin Weber.

 

 

 

Die Jugendlichen sollten endlich wieder die Möglichkeit erhalten, ihr Leben altersgerecht zu gestalten und sich in ihrer Persönlichkeit weiterzuentwickeln. Bislang seien ihre Hoffnungen, dass ihren Bedürfnissen und Belangen in Pandemiezeiten Beachtung geschenkt und Rechnung getragen werde, bitter enttäuscht worden. Es sei vor allem wichtig, dass die vielen, für den Sommer geplanten Ferienfreizeiten und Zeltlager stattfinden könnten, forderte der Sprecher. Die Politik sei jetzt in der Verantwortung, die Voraussetzungen dafür zu schaffen. Ein Impfschutz für Teilnehmende und Mitarbeitende sei dafür eine unverzichtbare Grundlage.

 

 

 

Die Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland vertritt als Dachorganisation nach eigenen Angaben die Interessen von etwa 1,35 Millionen jungen Menschen, die rund 40 Verbänden angehören.