Göttingen (epd). Bei einem Tag der offenen Tür hat sich das gerade erst neu eröffnete Kinder- und Jugendhospiz «Sternenlichter» in Göttingen am Sonntag der Öffentlichkeit vorgestellt. Mit Investitionen in Höhe von knapp zwölf Millionen Euro sei nach dem ersten Spatenstich im September 2023 eine Einrichtung für unheilbar und lebensverkürzend erkrankte Kinder und Jugendliche entstanden, hieß es. «Sternenlichter» ist das dritte Kinder- und Jugendhospiz in Niedersachsen.
Es bietet eigenen Angaben zufolge zwölf Plätze für Kinder und Jugendliche sowie Zimmer für Eltern und Angehörige. Unter dem Motto «Lebensbegleitung statt Sterbebegleitung» wird das Haus im Göttinger Ortsteil Grone von der DRK-Schwesternschaft Georgia-Augusta betrieben. Sie ist laut DRK eine von bundesweit nur zwei Fachschwesternschaften für Säuglings- und Kinderkrankenpflege.
Die Familien können bis zu 28 Tage im Jahr in die Einrichtung kommen, um sich zu erholen und neue Kraft zu sammeln. Voraussetzung dafür ist die Diagnose einer lebensverkürzenden Erkrankung des Kindes. Die Kranken- und Pflegekassen zahlen nur den Aufenthalt des schwer kranken Kindes oder Jugendlichen. Alle anderen Angebote müssen durch Spenden finanziert werden.
Weitere Einrichtungen dieser Art gibt es mit dem «Löwenherz» in Syke bei Bremen und mit «Joshuas Engelreich» in Wilhelmshaven. Laut Bundesverband Kinderhospiz gibt es in In Deutschland 50.000 Familien, die von einer Diagnose ohne Aussicht auf Heilung oder Genesung für ihr Kind betroffen sind. So war auch das Interesse am Tag der offenen Tür in Göttingen groß: Für Besuche waren Anmeldungen erforderlich, die Termine ausgebucht.