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Bremen/Panama (epd). Deutschlands älteste Seemannsmission in Bremen unterhält eine Partnerschaft zur Deutschen Seemannsmission in Panama und will diese Verbindung vertiefen. So könnten zukünftig gemeinsame Projekte geplant werden, hieß es bei einem Besuch in Panama, zu dem Bremens Seemannsdiakon Magnus Deppe und der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der hansestädtischen Seemannsmission, Michael Skiba, in das zentralamerikanische Land gereist waren. Man wolle mehr voneinander lernen.

Das könne beispielsweise am «Tag der Seeleute» passieren, «damit noch deutlicher wird, dass wir ein weltweites Netzwerk sind», schlug Panamas Stationsleiterin Andrea Meenken vor. Die Bremer Seemannsmission wurde vor mehr als 170 Jahren gegründet. Die Deutsche Seemannsmission in Panama gibt es seit drei Jahren. Beide gehören zum weltweiten Netzwerk der evangelischen Deutschen Seemannsmission mit 33 Stationen im In- und Ausland.

Mehr als 600 Haupt- und Ehrenamtliche leisten dort auf Schiffen, in Seemannsclubs und in Seemannsheimen unabhängig von Nationalität und Religionszugehörigkeit Seelsorge und Sozialarbeit für Seeleute aus aller Welt. Die Arbeit wird aus Kirchensteuern, öffentlichen Mitteln, freiwilligen Schiffsabgaben der Reeder und Spenden finanziert.

Bei ihrem Besuch lernten die Bremer Kollegen auch das Ehrenamtsteam um die gebürtige Ostfriesin Andrea Meenken kennen. «Das hat mich persönlich sehr begeistert, weil das in Panama eher ungewöhnlich ist, dass man sich ehrenamtlich irgendwo einbringt», sagte Diakon Magnus Deppe und ergänzte, die Arbeit in Panama sei nicht wie an jedem anderen Ort.

Es gebe lange Staus und große Entfernungen zwischen den Häfen, hieß es. Die Kriminalität sei ein großes Thema, aber auch das Tropenklima erschwere die Arbeit vor Ort. Bei 40 Grad und hoher Luftfeuchtigkeit im Hafen steile Gangways zu erklimmen, das sei körperlich sehr anstrengend.

Die Drohung einer Übernahme des Panamakanals durch die USA von Präsident Donald Trump brachte das Land kürzlich weltweit in die Schlagzeilen. Am Donnerstag (Ortszeit) hatte die panamaische Regierung empört auf Berichte über eine Erhöhung der US-Truppenpräsenz reagiert. Laut dem US-amerikanischen Fernsehsender NBC hat das Weiße Haus das Militär angewiesen, entsprechende Optionen zu prüfen.